Missbräuchliche Kündigung

Rechtsanwalt Pedolin ist Anwalt für Arbeitsrecht und besitzt eine über 16-jährige Erfahrung bei Streitigkeiten im Arbeitsrecht. Dies sowohl im aussergerichtlichen Bereich als auch im Prozess vor vielen Gerichten in der ganzen Schweiz.

Missbräuchliche Kündigung des Arbeitsvertrages – Einleitung

Rechtsanwalt Pedolin vertritt Sie bei einer missbräuchlichen Kündigung.

Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses ist (Aufzählung ist nicht abschliessend) missbräuchlich, wenn eine Partei sie ausspricht:

wegen einer Eigenschaft, die der anderen Partei kraft ihrer Persönlichkeit zusteht, es sei denn, diese Eigenschaft stehe in einem Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis oder beeinträchtige wesentlich die Zusammenarbeit im Betrieb;

weil die andere Partei ein verfassungsmässiges Recht ausübt, es sei denn, die Rechtsausübung verletze eine Pflicht aus dem Arbeitsverhältnis oder beeinträchtige wesentlich die Zusammenarbeit im Betrieb.

Missbräuchliche Kündigung des Arbeitsvertrages – weitere Fälle

Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses ist (Aufzählung ist nicht abschliessend) missbräuchlich, wenn eine Partei sie ausspricht:
ausschliesslich um die Entstehung von Ansprüchen der anderen Partei aus dem Arbeitsverhältnis zu vereiteln;
weil die andere Partei nach Treu und Glauben Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis geltend macht;
weil die andere Partei schweizerischen obligatorischen Militär- oder Schutzdienst oder schweizerischen Zivildienst leistet oder eine nicht freiwillig übernommene gesetzliche Pflicht erfüllt.
im Rahmen einer Massenentlassung, ohne dass die Arbeitnehmervertretung oder, falls es keine solche gibt, die Arbeitnehmer, konsultiert worden sind (Art. 335f).

Missbräuchliche Kündigung – Zwei Fristen!

Einsprache schriftlich bis Ende Kündigungsfrist

Wer gestützt auf Artikel 336 und 336a eine Entschädigung geltend machen will, muss gegen die Kündigung längstens bis zum Ende der Kündigungsfrist beim Kündigenden schriftlich Einsprache erheben.

Klage innert 180 Tagen

Ist die Einsprache gültig erfolgt und einigen sich die Parteien nicht über die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses, so kann die Partei, der gekündigt worden ist, ihren Anspruch auf Entschädigung geltend machen. Wird nicht innert 180 Tagen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Klage anhängig gemacht, ist der Anspruch verwirkt.

Missbräuchliche Kündigung – Ausbleibende Folgen!

Keine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses

Das Arbeitsverhältnis wird nicht fortgesetzt. Es endet auf den gesetzlichen oder vereinbarten Kündigungstermin, wenn die Kündigung ansonsten richtig (ausser missbräuchlich alles richtig gemacht, um eine wirksame Kündigung auszusprechen) erfolgt ist.

Missbräuchliche Kündigung - Folgen bei missbräuchlicher Kündigung

Die Partei, die das Arbeitsverhältnis missbräuchlich kündigt, hat der anderen Partei eine Entschädigung auszurichten. Die Entschädigung wird vom Richter unter Würdigung aller Umstände festgesetzt, darf aber den Betrag nicht übersteigen, der dem Lohn des Arbeitnehmers für sechs Monate entspricht. Schadenersatzansprüche aus einem anderen Rechtstitel sind vorbehalten. Ist die Kündigung nach Artikel 336 Absatz 2 Buchstabe c missbräuchlich, so darf die Entschädigung nicht mehr als den Lohn des Arbeitnehmers für zwei Monate betragen.
Copyright Gian Reto Pedolin 2020
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram