Recht haben - Recht bekommen

Publiziert am 25. Juni 2014 von RA Pedolin

„Herr Anwalt: Meinem Freund habe ich ein Darlehen gegeben und er zahlt nicht zurück, er sagt sogar, er habe gar nichts erhalten.“ „Der Arbeitgeber hat mich wegen wenig Arbeit nachhause geschickt und mir mitgeteilt, dass er mich wieder zur Arbeit bestelle, wenn Aufträge reinkommen. Nun zahlt er keinen Lohn für diese Zeit und verlangt wegen fristlosem Verlassen der Arbeitsstelle von mir Schadenersatz!“ „Die Verkäuferin teilte mir auf meine Anfrage mit, dass die benachbarte Fabrik keine störenden Lärmimmissionen verursache und ich teilte mit, dass dies für mich eine wichtige Eigenschaft sei.“

Recht haben - Recht bekommen

Basierend auf reinem Vertrauen wurde Geld gegeben, auf den Anruf des Arbeitgebers gewartet oder in das Mietobjekt eingezogen, wo man vom Lärm der benachbarten Fabrik überrascht wurde (Stanzmaschine).

Ist reines Vertrauen ohne Absicherung also noch zu empfehlen? Nicht, wenn man sich für alle Fälle wappnen will.

Man sucht den Anwalt auf, dass dieser gegen Unrecht einschreitet. Das will der Rechtsanwalt auch, das ist eine seiner Kernaufgaben. Der Rechtsanwalt fragt den Mandanten aber meist zuerst nach den Beweisen. In den obigen Fällen musste geantwortet werden: Nein, ich kann nicht beweisen, dass der Freund das Geld erhalten oder dass der Arbeitgeber freiwillig auf meine Arbeitsleistung verzichtet hat oder eben die Aussage betreffend Ruhe getätigt wurde.

Es ist prinzipiell davon auszugehen, dass eigene Behauptungen von der Gegenpartei bestritten werden, sodass dies als Beweis selten reicht. Man braucht stärkere Beweismittel wie Urkunden (z.B. Verträge), eventuell Bestätigungsschreiben oder E-Mailverkehr mit Zustellungs- oder Lesebestätigungen (aber Achtung: Allgemeine Geschäftsbedingungen der Vertragspartner), Zeugenaussagen usw.

Das Ringen um das Recht beginnt deshalb mit der Frage danach, ob man den Richter von für einen selbst vorteilhaften Behauptungen überzeugen kann.

Wenn Sie Ihre Chancen verbessern wollen, am Ende Recht zu bekommen und die Arbeit des s auf diesem Weg dahin zu optimieren (somit Ihr Portemonnaie mehr zu schonen), ist folgendes ratsam:

Klären Sie bei einem wichtigen Geschäft rechtzeitig ab, was Sie später beweisen können müssen/wollen, wenn der Vertragspartner sich nicht ordentlich verhält. Sichern Sie sich ab. Das kann man zum Teil machen, ohne dass die Gegenseite dies gleich als Absicherung (und damit Kundgebung von Misstrauen) erkennt (z.B. indem der Arbeitnehmer eine Bestätigungsmail mit einer Frage verbindet, welche ohnehin Thema sein könnte). Dabei kann man für sich auch verschiedene Abstufungen bilden, die etwa in Abhängigkeit des Interessenwerts oder der Tiefe des Vertrauensverhältnisses gebildet werden können (z.B. bis CHF 500.00 riskiere ich alles ohne Schriftlichkeit, ab Betrag X prüfe ich die Bonität des Schuldners, ab Betrag Y gebe ich die Sache einem usw.).

Wie erreiche ich Rechtsanwalt Pedolin?

Zu den Bürozeiten zwischen 8.15 und 11.45 Uhr und 13.15 bis 17.00 Uhr.

Telefonisch +41 71 677 80 77 als auch per E-Mail (gian.pedolin@schweizer-rechtsanwalt.com) meistens zu den Bürozeiten.

Ausserhalb Bürozeiten

Ausserhalb der Bürozeiten können Sie ebenfalls per E-Mail versuchen, Rechtsanwalt Pedolin zu erreichen. Er kann die Eingänge praktisch ohne Zeitversetzung sehen. Er kann Sie dann zurückrufen.

Die Anwaltskanzlei in Kreuzlingen finden Sie an der Löwenstrasse 16 in 8280 Kreuzlingen. Gehen Sie zum Beispiel auf einen Routenplaner, wo Sie den Startpunkt und den Zielort einfach eingeben können.

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