Was darf ich wo fotografieren

Publiziert am 20. April 2016 von RA Pedolin

WAS DARF ICH WO FOTOGRAFIEREN

Rechtsanwalt Pedolin ist Anwalt und öffentliche Urkundsperson und betreibt in Kreuzlingen eine Anwaltskanzlei. Von dort aus berät und vertritt er Mandanten als Beratungsexperte in vielen Rechtsbereichen. Eines seiner Hobbies ist die Fotografie und da ist man in eigener Sache immer wieder mit der Frage beschäftigt, was man wo fotografieren darf.

MUSS ICH JEDEN FRAGEN, DEN ICH FOTOGRAFIERE?

Grundsätzlich schon. Denn jeder hat das Recht am eigenen Bild. Man muss ihn deshalb vorher um Zustimmung bitten.

AUFNAHMEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Werden Fotos im öffentlichen Raum aufgenommen, ist dies für alle Anwesenden erkennbar und sind die Abgebildeten nur „Beiwerk“ (z.B. Passanten bei einer Sehenswürdigkeit), so ist es ausreichend, wenn das entsprechende Bild auf Verlangen der fotografierten Personen (sofort vor Ort sowie zu jedem späteren Zeitpunkt) gelöscht bzw. auf eine Veröffentlichung verzichtet wird. Die betroffenen Personen müssen jedoch nicht zusätzlich angesprochen und informiert werden.

Gerade bei Kindern sollte man aber gut überlegen, ob man sie fotografieren soll, sogar, wenn sie nur als “Beiwerk“ aufgenommen werden.

GRUPPENFOTOS

Tritt keine Person besonders hervor und stellt der Fotograf sich erkennbar hin und zeigt an, dass er die Gruppe fotografieren will, sollte es eigentlich so sein, dass jede Person ihr Einverständnis damit kundtut, indem sie den Ort nicht verlässt. Man muss der Gruppe aber genug Zeit lassen. Wenn es ein Auftraqsfoto ist, sollte es kein Problem sein. Wenn es eine zusammenhängende Gruppe ist (Mitglieder eines Fussballvereins), sollte es eigentlich auch keine Probleme geben. Wenn es eine Touristengruppe ist, die lustig beisammen steht, oder Kinder eines Kindergartens, kann dies doch schnell eine Persönlichkeitsverletzung darstellen, vor allem, wenn man die Eltern nicht einbezieht und die Personen, welche fotografiert werden, es nicht bemerken.

DIE RECHTSGÜLTIGE EINWILLIGUNG

In allen anderen Fällen muss die Einwilligung der Betroffenen eingeholt werden. Sie ist immer nur dann gültig, wenn sie nach angemessener Information und freiwillig erfolgt. Ob die Information angemessen ist, hängt davon ab, ob es um die Veröffentlichung von Gruppenfotos oder um Bilder einzelner Personen geht. Im ersten Fall genügt es, wenn die Betroffenen auf die Aufnahme und anschliessende Publikation der Fotos hingewiesen werden. Hierbei sollte auch darüber informiert werden, in welcher Weise man die Fotos veröffentlicht (Internet, Printmedien, Werbeflyer etc.). Widerspricht eine betroffene Person der Veröffentlichung, ist dies zu respektieren.

Wer Bilder einzelner Personen aufnimmt und veröffentlicht, muss anders vorgehen. Hier ist die oben beschriebene generelle Einwilligung nicht ausreichend. Vielmehr müssen die Betroffenen die Möglichkeit haben, die zur Publikation vorgesehenen Bilder einzusehen. Zudem müssen sie über den Kontext der Veröffentlichung informiert werden. So wird z.B. die Veröffentlichung eines gelungenen Fotos im Rahmen einer Ferienlagerberichterstattung wahrscheinlich eher akzeptiert als die Veröffentlichung eines schlechten oder gar kompromittierenden Bildes oder wenn jemand in einem heiklen Kontext abgebildet wird (z.B. zur Illustration eines Programms zur Freizeitgestaltung von ,Problemjugendlichen‘).

Zudem gilt es zu beachten, dass bei der Publikation von Bildern Minderjähriger auch die Zustimmung der erziehungsberechtigten Personen eingeholt werden muss.

Quelle: Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter, Veröffentlichung von Fotos: http://www.edoeb.admin.ch/­datenschutz/00627/01167/index.html?lang=de

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